Lost Pieces
Textprojekt von Annette Hoffmann und Dietrich Roeschmann
im Rahmen des Open Art Festivals Freiburg 2026, 3. bis 17. Mai 2026
Morat-Hallen, Foyer, Lörracher Str. 31, Freiburg.
Donnerstag bis Freitag 16.00 bis 19.00 Uhr, Samstag bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr.
Open Art Vernissage am 3. Mai 2026, 14.00 Uhr, Augustinerplatz Freiburg.
Fotos und Nachweise zu den einzelnen Lost Pieces folgen im Verlauf des Festivals unter artline.org
Was wäre, wenn Kunst rund um die Uhr verfügbar wäre? Wäre sie dann noch ein Erlebnis?
Tatsächlich ist Kunstproduktion wie jede andere Form von Produktion grundsätzlich unüberschaubar. Was wir in Museen, Kunsthallen oder Off Spaces sehen, ist das, was aus unterschiedlichen Gründen gerade Aufmerksamkeit genießt oder schon seit langem hat.
Der weitaus größere Teil der Kunst aber ist nicht nur nicht sichtbar, sondern in aller Regel auch unverfügbar, und zwar in einem radikalen Sinn. Kunst kann verschwinden. Sei es aus politischen Gründen, Gedankenlosigkeit, dem Zeitgeist oder dem Zufall geschuldet.
Das Projekt „Lost Pieces“ möchte diese abhanden gekommenen Bilder und Objekte zurück in die Welt holen. Durch Bildbeschreibungen und Geschichten, die von ihnen erzählen – und auch von den Orten, an denen sie sich heute verbergen.
„Lost Pieces“ greift exemplarisch Kunstwerke auf, die in Freiburg öffentlich zugänglich waren und es heute nicht (mehr) sind. Zu jedem dieser Werke sind zwei Texte entstanden, die auf einer Postkarte zum Mitnehmen im Foyer der Freiburger Morat-Hallen ausliegen. Wir verstehen diese Texte als Angebot, unverfügbare Werke im Akt des Lesens wieder verfügbar zu machen und somit erneut Teil der kollektiven Erinnerung werden zu lassen.
Mit Texten zu:
Horst Antes
Katharina Cibulka
Rudolf Großmann
Klaus Humpert
Hannah Kindler & Milena Naef
Adolf Riedlin
Chiharu Shiota


