Ted Joans
André Breton gestand Ted Joans zu, der „einzige afroamerikanische Surrealist“ gewesen zu sein. Joans selbst, der 1928 in eine von Rassentrennung bestimmte US-Gesellschaft geboren wurde, ging es vielmehr darum, eurozentristische Narrative zu dekonstruieren. Ted Joans war Musiker, fühlte sich zur Beat Generation zugehörig und war eben auch Surrealist.
Musée Cantonal des Beaux-Arts, Place de la Gare 16, Lausanne.
5. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027.
www.mcba.ch
For One Solid Time, Wet. La Piscine dans l’imaginaire
Wenn ein Motiv mehrfach Sujet von Filmen ist und oft gemalt wurde, muss etwas an ihm dran sein. Anders als das Freibad verspricht der Swimming Pool Exklusivität, Erotik, Wohlstand, aber auch Verfall. Die Schau führt Arbeiten von Judith Albert, Elmgreen & Dragset zusammen. Und wenn es um Pools geht, darf natürlich ein David Hockney nicht fehlen.
Musée des Beaux Arts, Le Ocle.
9. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027.
www.mbal.ch
Lars Eidinger
Seit einigen Jahren zeigt der Schauspieler Lars Eidinger nun schon seine Fotos. Ist auch die Welt eine Bühne? Jedenfalls ein Ort von Paradoxien und Absurditäten. Eidinger fotografiert mit der Spiegelreflexkamera und mit dem Smartphone. Und vielleicht ist so eine Kamera auch ein Werkzeug, als Darsteller hinter dem Gesehenen zurückzutreten.
Kunsthalle Tübingen, Philosophenweg 76, Tübingen.
10. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027.
www.kunsthalle-tuebingen.de
Harald F. Müller
Der 1950 geborene Harald F. Müller ist ein Künstler mit politischer Sozialisation. Er selbst würde sagen, ein 68er. Und so hat er natürlich Hintergedanken, wenn ein Tisch in seiner Ausstellung eine zentrale Rolle einnimmt. Die Cantina Comunale könnte Menschen zusammenbringen, die ansonsten nicht miteinander reden. Und das ist heute nicht wenig.
Kunstmuseum Singen, Ekkehardstr. 10, Singen.
11. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027.
www.kunstmuseum-singen.de
Elke Muche & CW Loth
Man kann natürlich multimedial arbeiten oder sich wie Elke Muche und CW Loth auf ein Material konzentrieren und es immer genauer kennen lernen. Anfangs war Muches Zugang zum Papier und Falttechniken noch autodidaktisch, während Japan-Aufenthalten lernte sie Origami. Und auch Loths Wissen über das Holz wächst von Skulptur zu Skulptur.
Georg Scholz Haus Kunstforum, Schlettstadtstr. 9, Waldkirch.
11. Oktober bis 15. November 2026.
www.georg-scholz-haus.de
