Zurich Art Weekend 2026.
12. bis 14. Juni 2026.
Weitere Informationen und Programm unter www.zurichartweekend.com
Lange Zeit kannte die internationale Kunstszene nur ein Sommerziel in der Schweiz: die Art Basel. Und reichte das nicht, dann gab es ja noch die anderen Kunstmessen, die sich im Schatten des Großereignisses gegründet hatten – angefangen bei der Liste Art Fair Basel, seit 1996 am Start, bis hin zum nomadischen Basel Social Cub, der 2022 in einer verlassenen Villa auf dem Bruderholz Premiere feierte und mit seiner unvergleichlichen Balance zwischen Exitement und Entspanntheit den traditionsreichen Kunstanlässen in der Stadt längst den Rang abgelaufen hat. Die Konzentration auf Basel ist bis heute sehr praktisch: Die Welt der Kunst mit ihren unterschiedlichen Bubbles ist an einem Ort versammelt, alles ist problemlos und in fußläufiger Entfernung zu erreichen. Mehr muss nicht sein. Klar, aber stimmt das?
Natürlich nicht. Tatsächlich beginnt der Schweizer Kunstsommer schon seit Längerem nicht nur ein Wochenende früher, sondern auch abseits der Messestadt, nämlich in Zürich. In den acht Jahren seines Bestehens hat sich das Zurich Art Weekend als ausgelassenes Event zur Einstimmung auf die Basler Kunstmessewoche etabliert. Die diesjährige Ausgabe verbindet vom 12. bis 14. Juni die beiden Kunstzentren der Stadt, das Löwenbräu in Kreis 5 und das Kunsthaus-Umfeld in Kreis 1. Mit über 150 Talks, Walks, Performances und Partys sowie mehr als 75 Ausstellungen in 70 Museen, Galerien, Privatsammlungen und Offspaces dürfte hier kaum Zeit zum Ausruhen bleiben. Zu den Highlights gehören in diesem Jahr neben Vernissagen von Henrik Olesen in der Kunsthalle Zürich, Mohamed Bourouissa im Migros Museum für Gegenwartskunst und Maria Lassnig im LUMA Westbau die Ausstellung „DadaZwischenSprachen“ im Cabaret Voltaire in der Spiegelgasse, die Gruppenschau „Aaaand…Scene“ des neuen Kurator:innen-Teams der Shedhalle in der Roten Fabrik sowie die Soloschau der Zurich Prize-Trägerin Rosa Barba im Museum Haus Konstruktiv.
An dessen ehemaligem Standort, im EWZ Unterwerk Selnau, findet am Freitag, 12. Juni, eine Lesung im Rahmen des temporären Ausstellungsprojektes „Ozeane fliessen aufwärts“ mit Zürcher Kollektiven und Offspaces statt. Samstagmittag, 13. Juni, ist Performer:in und Autor:in Kim de l’Horizont zur Eröffnung der Ausstellung „River Landscapes. A New Glossary“ im WE ARE AIA im Löwenbräu mit „Alpine Cosmologies: Fluid Dragons & Kanderwelsch“ zu Gast. Und wer am Abend nach der Performance „MONSTER – Eine visuelle Albtraumanalyse“ der Künstleregisseurinnen-Trios Anta Helena Recke, Anna Froelicher und Maxi Menja Lehmann im Schauspielhaus Zürich im Pfauen nicht schlafen kann, ist eingeladen, mit dem diesjährigen ZAW-Kurator, Dance Artist und DJ Josh Johnson, die Nacht durchzutanzen.



