Zentral XL und Cantonale Berne Jura: Gregory Tara Hari

Gregory Tara Hari
Gregory Tara Hari, and the doors had long ago rotted off their hinges, Courtesy the artist, Foto: Lighthaus Zurich
Thema > Jahresausstellungen > Statement
5. Dezember 2025
Text: Gregory Tara Hari

Gregory Tara Hari, *1993 in Richterswil, lebt und arbeitet in Paris
gregorytarahari.ch
@gregory_tara_hari

zentral! XL.
Kunstmuseum Luzern, Europaplatz 1, Luzern.
6. Dezember 2025 bis 8. Februar 2026.

Cantonale Berne Jura 25/26
Museum Franz Gertsch, Platanenstr. 3, Burgdorf.
6. Dezember 2025 bis 1. März 2026.

Gregory Tara Hari
Gregory Tara Hari, and the doors had long ago rotted off their hinges, Courtesy the artist, Foto: Lighthaus Zurich
Gregory Tara Hari
Gregory Tara Hari, and the doors had long ago rotted off their hinges, Courtesy the artist, Fotos Lighthaus Zurich
Gregory Tara Hari
Gregory Tara Hari, doomed to wander the earth as old as time, 2025, Courtesy the artist, Foto: Lighthaus Zurich

Ich arbeite in verschiedensten Medien, meist gleichzeitig und meist für unterschiedliche Projekte und Ausstellungen, von Performativer bis hin zur Visuellen Kunst. Performance, Text, Fotografie, Musik verstrickt mit Malerei, Skulptur und Installation. In meinen Werken verknüpfe ich Geschichtliches mit Gegenwärtigem, z.B. nehme ich Anekdoten über die Erfahrungen meiner Grossmutter während des Vietnamkrieges, und verbinde sie mit Filmzitaten aus einem Anti-Vietnamkrieg-Film von Stanley Kubrick. Dabei entsteht ein vielschichtiges Netz, dass die Komplexität gesellschaftlicher und politischer Bewegungen und Konflikte aufzeigt, von damals wie heute. Ich versuche durch meine künstlerische Arbeit die Ursprünge ebendieser Konflikte zu verstehen und Inhalte zu vermitteln. Dadurch entstehen vielschichtige, komplexe Werke, die oftmals als sirenenhafter „Ohrwurm“ im Gedächtnis stecken bleiben können.

Für die Cantonale Berne Jura und die zentral! XL habe ich mich für zwei dreiteilige Werkgruppen entschieden, beide sind während meiner Residency in Kapstadt, mit Unterstützung von Atelier Mondial — Christoph Merian Stiftung entstanden. Sie zeugen von meiner Recherche über den Mythos des Geisterschiffes des „Fliegenden Holländers“, der der Legende nach um das Kap der Guten Hoffnung sein Unwesen treibt, und der Auseinandersetzung mit Südafrikas Geschichte und Gegenwart, die bis heute vom Kolonialismus geprägt ist.