Hans Engels: Bauhaus-Architektur 1919-1933

Bücher
28. August 2018
Text: Annette Hoffmann

Hans Engels: Bauhaus-Architektur 1919-1933.
Prestel Verlag, München 2018, 152 S.,
38 Euro / 49.90 Franken.

www.prestel.de

Wer noch Fragen zum Bauhaus hat, wird in diesem und nächstem Jahr Antworten bekommen. 2019 wird die Gründung dieser besonderen Institution gefeiert, die aus einem Zusammenschluss der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für bildende Kunst in Weimar und der Großherzoglich-Sächsischen Gewerbeschule einherging. Entsprechend viele Publikationen finden sich in den Herbstprogrammen. Das Bauhaus gilt als die Keimzelle der Moderne in Deutschland, dazu passt, dass die rechtsnationale Regierung in Thüringen 1925 einen Umzug nach Dessau nötig machte und ihr Ende 1932 durch einen Beschluss der NSDAP erfolgte. Die Gebäude, die Architekten wie Walter Gropius, Mies van der Rohe, aber auch Max Bill planten und realisierten, sind ikonisch. Sie sind auch ikonisch, weil das Bauhaus ihre Wahrnehmung kontrollierte. Lucia Moholy prägte mit ihren Schwarzweiß-Aufnahmen unser Bild von der Bauhaus-Architektur. Hans Engels bietet in seinem Bildband nun einen chronologischen Überblick in Farbe über so wichtige Bauten wie die
Meisterhäuser in Dessau, das Haus Zuckerkandl sowie das Haus Tugendhat. Neben wichtigen Villen, nicht wenige der Auftraggeber waren eigentlich Mäzene, sind aber auch Siedlungen entstanden, die lebenswertes Wohnen für alle ermöglichen sollten. Axel Tilch ordnet die Bauten in seinen Texten kundig ein.