Roter Kunstsalon
Bereits zum 11. Mal findet in diesem Herbst der Rote Kunstsalon statt. 13 Galerien aus Deutschland und der Schweiz geben einen Einblick in ihr Programm. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Malerei, Skulptur und Fotografie. Große Installationen wird man woanders suchen müssen, doch die Überschaubarkeit und Intimität ist die Besonderheit dieser Messe.
Villa Rot, Burgrieden-Rot.
1. bis 4. Oktober 2026.
www.villa-rot.de
In der Sonne sitzen
Es gibt viele Alternativen zur Kunst. Etwa einfach in der Sonne sitzen. Die Ausstellung beruft sich auf den großen Kunstverhinderer G.T. Pilz, dem sein Erfinder Wolfgang Hildesheimer eine ganz Biografie und verheerende Auswirkungen auf die Kulturgeschichte angedichtet hat. Die Schau spielt mit dieser Biografie und stellt sein Schaffen nach.
Helmhaus Zürich, Limmatquai 31, Zürich.
2. Oktober 2026 bis 3. Januar 2027.
www.helmhaus.org
Beyond the Manosphere. Masculinity today
Es ist ja nicht so, dass Blogger in den 2010er Jahren die Misogynie erfunden haben, doch das Netz befeuerte das Phänomen der Manosphere, einem virtuellen Raum männlicher Dominanz und des Hasses gegen Frauen. Die Ausstellung möchte Männlichkeit nicht Sexisten und Anti-Feministen überlassen und sucht nach neuen Narrativen, Ideen und Bildern.
Kunstmuseum St. Gallen Stadtpark, Museumstr. 32, St. Gallen.
3. Oktober 2026 bis 24. Januar 2027.
www.kunstmuseumsg.ch
For One Solid Time, Wet. La Piscine dans l’imaginaire
Wenn ein Motiv mehrfach Sujet von Filmen ist und oft gemalt wurde, muss etwas an ihm dran sein. Anders als das Freibad verspricht der Swimming Pool Exklusivität, Erotik, Wohlstand, aber auch Verfall. Die Schau führt Arbeiten von Judith Albert, Elmgreen & Dragset zusammen. Und wenn es um Pools geht, darf natürlich ein David Hockney nicht fehlen.
Musée des Beaux Arts, Le Ocle.
3. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027.
www.mbal.ch
Zwischen Berlin und Tblissi
Auf Einladung des Hamburger Fotografen Peter Bialobrzeski zeigen neun Dokumentarfotografinnen und -fotografen ihre Sicht auf die Welt. Und vielleicht ist dieser dokumentarische Blick wichtiger als jemals, angesichts dessen, wie sehr die KI unsere Welt fälscht. Es geht um Klimawandel, Umweltzerstörung, Migration und soziale Gerechtigkeit.
Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm:
3. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027.
www.stadthaus.ulm.de
Cornelia Brintzinger, Swans World
Die süddeutsche Landschaft hatte es Cornelia Brintzinger angetan. Auch als sie nach ihrem Studium an der Karlsruher Akademie der Bildenden Künste längst in Berlin lebte. Ihre Retrospektive, die Künstlerin starb 2017, zeigt Siebdrucke, Fotos, Bilder und Collagen und immer wieder das Motiv dahingleitender Schwäne: seien es weiße oder schwarze.
Kunstverein Konstanz, Wessenbergstr. 39/41, Konstanz.
3. Oktober bis 29. November 2026.
www.kunstverein-konstanz.de
Mona Hatoum
Ihre Biografie prägt ihre Kunst. Mona Hatoum wurde 1952 in eine palästinensische Familie hineingeboren, 1972 wanderte man gemeinsam nach London aus. Hatoums Kunst reflektiert Erfahrungen des Verlustes, der Fremdheit, Bedrohungen und Verletzungen. Oft sind Körper dabei Projektionsfläche für gesellschaftliche Entwicklungen. Selbstreferenziell jedenfalls ist ihr Werk nicht.
Kunst Museum Winterthur, Museumstr. 52, Winterthur.
3. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027.
www.kmw.ch
