Compagnie Trottvoir
Die Compagnie Trottvoir kommt, wie der Name sagt, vom Straßentheater, arbeitet aber auch für geschlossene Räume. Wobei Straßentheater – das Kollektiv ist eher fürs Innehalten als für die Sensation. So hat es bereits in mehreren Städten ein Bündel Matratzen entrollt und als Einladung zum Verweilen den Bewohnerinnen und Bewohnern überlassen.
Forum Schlossplatz, Schlossplatz 4, Baden
8. Juli bis 17. August 2026.
www.forumschlossplatz.ch
R. Sebastian Schachinger
Manchmal muss man einfach biografisch werden. In der Nähe der Kaiserwache lag die erste Wohnung, die Familie Schachinger nach ihrer Ausreise in den 1980er Jahre aus Siebenbürgen bezog. Eine Holzkiste konnte jedes Familienmitglied mitnehmen. Sebastian Schachinger, der in Freiburg geboren wurde, greift in seiner Arbeit dieses Erbe immer wieder auf.
Kaiserwache, Kaiser-Josef-Str. 286, Freiburg.
10. Juli bis 16. August 2026.
www.kaiserwache.com
Catherine Christer Hennix
Schon als Kind hörte Catherine Christer Hennix John Coltrane und Karlheinz Stockhausen. Kein Wunder, sie wurde 1948 in Stockholm in eine Musikerfamilie hineingeboren. Doch ihr Interesse sollte später auch der Mathematik und Logik gelten. Sie hat der Algebra eine eigene Ästhetik gegeben und Klang- und Lichtkompositionen geschrieben.
Badischer Kunstverein, Waldstr. 3, Karlsruhe.
10. Juli bis 15. November 2026.
www.badischer-kunstverein.de
Christoph Hefti, The Missing Cat und andere textile Storys
Auf den Teppichen von Christoph Hefti findet man gewöhnlich mehr als eine entlaufene Katze. Der Schweizer Textildesigner ist gut darin, Dinge zu tarnen. Tatsächlich sind seine Arbeiten oft wahre Reizüberforderungen. Hefti hat für Jean Paul Gaultier, Dries van Noten und Acne Studios Stoffe entworfen, arbeitet aber auch als freier Künstler.
Museum für Gestaltung, Ausstellungsstr. 60, Zürich.
10. Juli 2026 bis 3. Januar 2027.
www.museum-gestaltung.ch
Kunststipendien der Stadt Zürich
Die Ausstellung der Zürcher Kunststipendiaten ist gesetzt. Jeden Sommer kann man auf einen Blick erfassen, was gerade so in den Ateliers in der Stadt Zürich entsteht. Zu sehen ist das ganze Spektrum zeitgenössischer Kunst. In diesem Jahr zeigen unter anderem Martin Andereggen, Cédric Eisenring, Cora Piantoni und David Knuckey neue Arbeiten.
Helmhaus, Zürich, Limmatqui 31, Zürich.
11. Juli bis 13. September 2026.
www.helmhaus.org
Catherine Christer Hennix
Schon als Kind hörte Catherine Christer Hennix John Coltrane und Karlheinz Stockhausen. Kein Wunder, sie wurde 1948 in Stockholm in eine Musikerfamilie hineingeboren. Doch ihr Interesse sollte später auch der Mathematik und Logik gelten. Sie hat der Algebra eine eigene Ästhetik gegeben und Klang- und Lichtkompositionen geschrieben.
Badischer Kunstverein, Waldstr. 3, Karlsruhe.
10. Juli bis 15. November 2026.
www.badischer-kunstverein.de
Tomás Saraceno
Was den Lithiumabbau in Nordargentinien angeht, ist Tomás Saraceno unmissverständlich. Wir essen keine Batterien, sie nehmen Leben, das Wasser sowieso. Sarcenos Arbeit für das Haus der Kunst entsteht zusammen mit indigenen Gruppen der Atacama-Wüste. Ihr Alltag und das Ökosystem sind zunehmend durch den dortigen Lithiumabbau bedroht.
Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München.
17. Juli 2026 bis 7. Februar 2027.
www.hausderkunst.de
Klarenbeek & Dros
Nicht grundlos nennen sich Maartje Dros und Eric Klarenbeek Designer für das Ungewöhnliche. Für die niederländische Modeschöpferin Iris van Herpen haben sie Modelle auf der Basis von Algen entwickelt, nun arbeiten sie mit Pilz-Myzel. Bekanntlich kommunizieren diese miteinander, es wäre interessant zu wissen, was sich ein Myzel-Sessel zu sagen hat.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München.
17. Juli 2026 bis 3. Oktober 2027.
www.pinakothek-der-moderne.de
Alexandra Grant, Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben
Sie wolle wie ein Lesender malen, hat Alexandra Grant einmal gesagt. Grant selbst ist eine solche Leserin und hat für ihre Nürnberger Ausstellung Nürnberger Autorinnen entdeckt. Dabei geht es der in Los Angeles und Berlin lebenden Künstlerin nicht darum, diese Texte zu illustrieren, aber ihr gelingt es, die Linearität der Wörter zu durchbrechen.
Neues Museum Nürnberg, Klarissenplatz, Nürnberg.
17. Juli bis 4. Oktober 2026.
www.nmn.de
Unordnung. Foto-Sommer
Das Fehlen von Ordnung muss man aushalten können oder erst gar nicht zulassen. Zeigt sich in der Unordnung Anarchie oder der Übergang zu einem anderen Zustand? Der Fotosommer liefert so viele Antworten wie Aufnahmen. Das heimliche Zentrum der Veranstaltung ist die Staatsgalerie mit einer Schau, an der 23 Fotografinnen und Fotografen beteiligt sind.
Staatsgalerie Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 30-32, Stuttgart.
18. Juli bis 13. September 2026.
www.staatsgalerie.de
Anne Loch, Malerei – na und?
Man muss den Titel dieser Retrospektive im Kontext von Anne Lochs Zeit sehen. Als Loch anfing zu malen, war sie ein Solitär. Gut möglich, dass ihr das Rheinland zu geschäftstüchtig wurde, 1981 jedenfalls zieht sie in die Schweiz um und malt weiter. Vor allem Landschaften, Blumen und Tiere: keine Bestandsaufnahmen, keine Sozialkritik, keine Utopien.
Zentrum Paul Klee, Im Fruchtland 3, Bern.
18. Juli bis 20. September 2026.
www.zpk.org
Gabriel Vormstein
Gabriel Vormsteins Arbeiten zeichnen sich durch ein tiefes Misstrauen gegenüber den Ewigkeitsversprechen der Kunst aus. Seine Skulpturen wirken prekär als gäbe es sie bereits die längste Zeit und viele seiner Bilder entstehen auf Zeitungspapier. Die Malerei des Künstlers hält so etwas fest, was bereits Vergangenheit geworden ist.
Kunstverein Schwäbisch Hall, Am Markt 7/8, Schwäbisch Hall.
19. Juli bis 13. September 2026.
www.kvsha.de
