Minor Tides
Auf ganz unterschiedliche Weise spiegelt sich das Biografische in den Porträts von Lina Geoushy, Sarah Jade Sullivan und Farren van Wyk. Jede ist auf ihre Weise mit Kolonialismus und Rassismus in Berührung gekommen. Van Wyk wurde in Südafrika geboren und wuchs in den Niederlanden auf. Ihre Fotografie kreist um Apartheid und Familienalben.
Centre de la photographie Genève, Boulevard de la cluse 26, Genève.
2. Juli bis 10. Oktober 2026.
www.centrephotogeneve.ch
Bettina van Haaren, Stellplatz des Dringlichen
Es ist eine ganze Bandbreite an Techniken, die Bettina van Haaren abdeckt. Doch die Ähnlichkeiten in ihrem Werk sind groß, denn es geht der Dortmunder Professorin für Zeichnung und Druckgrafik weniger um die Unterschiede der Technik als die Verwandtschaft von Schwellen, Übergängen und Auflösungen in Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Aquarell.
Kunstmuseum Reutlingen, Spendhausstr. 4, Reutlingen.
3. Juli bis 20. September 2026.
www.kunstmuseum-reutlingen.de
Alina Kleytman, Trigger Warning
Mit Triggerwarnungen ist das ja so eine Sache. Die Wirklichkeit funktioniert ohne solche Flaggen. Alina Kleytman, die 1991 in Charkiw geboren wurde, bearbeitet immer wieder die russische Invasion in die Ukraine, vor allem aber die elementare Grausamkeit und Gewalt, irgendwo zwischen Spektakel und Rätsel, Mythos und trashiger Inszenierung.
Kunstverein Friedrichshafen, Buchhornplatz 6, Friedrichshafen.
3. Juli bis 30. August 2026.
www.kunstverein-friedrichshafen.de
Annette Barcelo, Heiße Hunde und stumme Schwestern
Die Bilderbögen von Annette Barcelo sehen oft aus wie Alpträume in Slow Motion. Damit man auch wirklich genau hinsehen kann. Die 1943 geborene Basler Künstlerin schafft einen Reigen fantastischer Figuren, die wie Hybride zwischen Mensch und Tier, Leben und Tod wirken. Seit den 1970er Jahren zeichnet sie sich immer tiefer in ihr Universum hinein.
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Lorenzstr. 19, Karlsruhe.
4. Juli bis 1. November 2026.
www.kunsthalle-karlsruhe.de
Lorenz Helfer, Vivian Kahra, Nachts im Garten
Malerei ist nie gleich Malerei. Und so sind auch die Positionen von Lorenz Helfer und Vivian Kahra grundverschieden. Nicht allein, weil Helfer irgendwann angefangen hatte, zur Fassadenfarbe zu greifen. Der Künstler enthüllt in seinen Arbeiten Beziehungsdynamiken, während es der Freiburger Malerin um die Stille und die Durchlässigkeit ihrer Figuren geht.
Städtisches Museum und Galerie Engen, Klostergasse 9. Engen.
4. Juli bis 20. September 2026.
www.museum-engen.de
Silver Egg. Die Sinnlichkeit der Medienkunst
Silbernes Ei: das klingt futuristisch. Tatsächlich jedoch geht der Ausstellungstitel „Silver Egg“ auf die griechische Mythologie zurück. Niemand anders als Eros soll einem solchen Ei entschlüpft sein und seitdem ist der Drang und die Sehnsucht in der Welt, sich mit anderen zu verbinden. Und in diesem Sinne ist auch die Kunst immer erotisch.
ZKM, Lorenzstr. 19, Karlsruhe.
4. Juli 2026 bis 21. Februar 2027.
www.zkm.de
Shirana Shabazi, All at once
Wer die Erfahrung gemacht hat, dass man in unterschiedlichen Kulturen leben kann, hat vielleicht ein entspannteres Verhältnis zur Simultaneität. Es muss ja keine überfordernde Erfahrung sein. Shirana Shabazis Arbeiten reflektieren das Prinzip der Gleichzeitigkeit durch das Fragmentarische und die Collage. In Luzern arbeitet sie mit Li Tavor zusammen.
Kunstmuseum Luzern, Europaplatz 1, Luzern.
4. Juli bis 18. Oktober 2026.
www.kunstmuseumluzern.ch
Ibid.
Die Schau, für die sich die Kunsthalle Nürnberg mit dem Institut für moderne Kunst und dem Kunstverein Nürnberg zusammengetan hat, blickt auf 15 Jahre Marianne-Defet-Malerei Stipendium zurück. Zu den Stipendiaten gehörten etwa Mona Ardeleanu sowie Zora Kreuzer und Malte Zenses. Marianne und Hans Friedrich Defet wären 2026 hundert geworden.
Kunsthalle Nürnberg, Lorenzstr. 32, Nürnberg.
4. Juli bis 4. Oktober 2026.
www.kunstkulturquartier.de
Alexandra Grant, Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben
Sie wolle wie ein Lesender malen, hat Alexandra Grant einmal gesagt. Grant selbst ist eine solche Leserin und hat für ihre Nürnberger Ausstellung Nürnberger Autorinnen entdeckt. Dabei geht es der in Los Angeles und Berlin lebenden Künstlerin nicht darum, diese Texte zu illustrieren, aber ihr gelingt es, die Linearität der Wörter zu durchbrechen.
Neues Museum, Klarissenplatz, Nürnberg.
4. Juli bis 4. Oktober 2026.
www.nmd.de
Claudia Grünig
Die 1965 geborene Kölnerin Claudia Grünig studierte in ihrer Heimatstadt Kunst und Design. Sie arbeitete mehrere Jahre als Bühnen- und Kostümbildnerin. Und man sieht ihren Fotos durchaus die Liebe zum Theater an. Sie haben etwas Theatralisches und Erzählerisches, unabhängig davon, ob sie sich Buchhändlerinnen und Hühnerzüchterinnen widmet.
Kunstverein Schallstadt, Am Käppele 2, Schallstadt.
5. Juli bis 2. August 2026.
www.kunstverein-schallstadt.de
