Convivium
Das ist ein Gastmahl, das niemandem so recht schmecken kann. In zwölf Kapiteln geht diese Ausstellung einem Nahrungssystem am Limit nach und zeigt etwa auf, was es für Konsequenzen hat, wenn Erdbeeren das ganze Jahr zu kaufen sind oder wenn die russischen Invasoren die fruchtbaren ukrainischen Äcker bomben und die Getreideproduktion sabotieren.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München.
23. April bis 18. Oktober 2026.
www.pinakothek-der-moderne.de
Jacqueline Oyex
Die Schweizer Künstlerin Jacqueline Oyex war von Chaim Soutine, Marc Chagall und Louis Soutter beeinflusst. Nach dem Kunststudium widmete sie sich verstärkt der Grafik, insbesondere der Radierung. Ein Aufenthalt in Paris öffnete ihren künstlerischen Horizont. Oyex, die später an Depressionen litt, steht zwischen Impressionismus, Art Brut und Symbolismus.
Musée d’art et histoire, Ésplanade Léopold-Robert 1, Neuchatel.
23. April bis 30. August 2026.
www.mahn.ch
Die Eule ist pink
Es ist nicht ganz unwesentlich, dass diese Ausstellung im Austausch mit Kindern und Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen entwickelt wurde. Farben lassen sich auf unterschiedliche Weise erfahren und sie sind mit Zuschreibungen verbunden, die kulturell unterschiedlich sind. Rot kann streitbar wirken sowie Gelb und Grün für Schutz stehen.
Museum der Kulturen, Münsterplatz 20, Basel.
24. April 2026 bis 24. Januar 2027.
www.mkb.ch
Poetics of Deconstruction
Dass ein Drittel der Menschen in der Schweiz eine Migrationsgeschichte hat, dürfte nicht ganz dem Schweizer Selbstverständnis entsprechen. Jiyan Céline Schmidiger und Nedia Boutouchent greifen dies stellvertretend auf. Die Schau ist eine Kooperation mit der Hochschule Luzern für Design, Film und Kunst und bietet eine erste Präsentationsplattform.
Kunsthausform Bern, Kornhausplatz 18, Bern.
24. April bis 15. August 2026.
www.kornhausforum.ch
Urs Frei
Der Zürcher Künstler Urs Frei machte schon aus Abfallmaterialien wie Karton, Kunststoff und Karton Kunst als das noch nicht Mode in Akademien war. Frei, der vor drei Jahren starb, studierte an der Frankfurter Städelschule und war ein Gegenbild zur Schweizer Aufgeräumtheit. Seine Arbeiten wirkten oft wie etwa Vorläufiges, das bleiben könnte.
Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstr. 32, St. Gallen.
25. April bis 13. September 2026.
www.kunstmuseumsg.ch
Dreaming beyond AI
Wenn die Köpfe hinter den Algorithmen durch Vorurteile geprägt sind, wie sollte es die Welt, die sie generieren, nicht sein. Die Schau sucht nichts anderes als einen Neustart, damit Erzählungen und Bilder möglich werden, die für Widerstand stehen und für hierarchiefreie Kollektive. Sie geht aus zwei Residenz-Programmen der ifa-Galerie hervor.
Ifa Galerie, Charlottenplatz 17, Stuttgart.
25. April bis 30. August 2026.
www.ifa.de
Finja Sander
Die 1996 geborene Finja Sander befasst sich in ihren oft performativen Arbeiten mit der Erinnerungskultur und Denkmälern. Sander, die bei Valérie Favre studiert hat, setzt sich dabei insbesondere mit der Pervertierung des Erhabenen in den Bergfilmen von Arnold Franck und Leni Riefenstahl auseinander oder schlüpft in die Rolle eines Barlach-Engels.
Kunstverein Wilhelmshöhe, Schöllbronner Str. 86, Ettlingen.
25. April bis 31. Mai 2026.
www.kunstverein-wilhelmshoehe.de
Andrea Pichl
Ihre Biografie – Andrea Pichl wurde 1964 in Haldenstein in der DDR geboren und ist in Ost-Berlin aufgewachsen – hat ihren Blick auf den öffentlichen Raum geschärft. Pichls Thema ist der ökonomische Transfer zwischen West- und Ostdeutschland sowie die Transformationen in Europa nach dem Mauerfall und ihre Auswirkungen auf die Architektur.
Kunsthalle Vogelmann, Marienstr. 4, Heilbronn.
25. April bis 6. September 2026.
www.museen.heilbronn.de
Raymond Pettibon, Album Covers
„Life is boring so why not steal this record“ hat Raymond Pettibon auf das Cover einer Kompilation geschrieben. Die Chancen, es zu stehlen, standen schon mal besser. Denn die Cover aus der Sammlung von Stefan Thull sind nun museal und gar nicht so nebenbei erzählen sie von den Einflüssen des Künstlers, aber auch von der Kraft des Punks.
Wilhelm-Hack-Museum, Berliner Str. 23, Ludwigshafen.
26. April bis 20. September 2026.
www.wilhelmhack-museum.de
So close, yet so far
Es ist gut, in regelmäßigen Abständen die Sammlung neu zu befragen. Die Ausstellung „So close, yet so far“ bemisst nicht nur Nähe und Distanz, sondern integriert auch Neuerwerbungen wie etwa von Myriam Holme und Stephan Baumkötter in das bestehende Gefüge der Sammlung und schafft so neue Perspektiven auf Malerei, Skulptur und Fotografie.
PEAC Museum, Robert-Bunsen-Str. 5, Freiburg.
26. April bis 23. August 2026.
www.peac.digital
Wohin? Woher? Womit?
Im Wort Kuratieren steckt der lateinische Begriff für Sorge. Nicht unbedingt als Bürde verstanden, sondern als ein sich Kümmern. Das dürfen nun auch Bewohnerinnen und Bewohner von Rapperswil-Jona, insofern sie die Rolle der Kuratierenden übernehmen und bestimmen können, welche Arbeiten aus der Sammlung ans Licht der Öffentlichkeit kommen.
Kunstzeughaus, Schönbodenstr. 1, Rapperswil-Jona.
26. April 2026 bis 4. April 2027.
www.kunstzeughaus.ch
